Coupe de la Jeunesse 2025

Im September hieß es noch "Ella goes Coastal" und dann wurde daraus plötzlich "Ella continues Coastal". Nach dem Wettkampf und der U19-Nationalmannschaftsbildung in Warnemünde, hatte ich Beach Sprint für diese Saison zunächst einmal abgeschlossen und plante eigentlich, erst im nächsten Jahr wieder gezielt dafür zu trainieren. Doch dabei blieb es nicht. Ende September erhielt ich von den Bundestrainern die Einladung, das deutsche Team bei dem Coupe de la Jeunesse Beach Sprint 2025, einem internationalen U19-Wettkampf, in La Linea de la Conception (Spanien) zu vertreten. Deutschland wurde erst in diesem Jahr als siebzehntes Land in den Kreis der „Coupe-Nationen“ aufgenommen. Diese Chance, Teil des ersten Deutschen Coupe Teams zu sein, wollte ich mir nicht entgehen lassen und so flog die Deutsche Delegation bestehend aus Laurenz Knorr, Maximillian Heidrich und mir unter der Leitung von Axel Müller am 30. Oktober nach Malaga. Von dort ging es mit dem Auto weiter nach La Linea de la Conception. Vor Ort hatten wir nach Ankunft im Hotel noch ein kurzes letztes Training in den Coastal Booten, was auch leider das erste Training in einem Coastal Boot nach dem Lehrgang in Warnemünde Anfang September war. Was das anging, hatten wir also nicht die besten Startvoraussetzungen im Vergleich zu den anderen Nationen, die in den letzten Wochen einige Trainingslager hinter sich hatten. Am Abend nahmen wir noch an der Eröffnungsfeier teil, wo alle Athleten durch die Altstadt mit ihren Länderflaggen liefen und wir uns anschließend am Strand aufstellten.

Der Wettkampf begann am Freitag mit den Time Trials im Einer, bei denen das Ziel war, unter die ersten acht zu kommen und sich direkt für das Achtelfinale zu qualifizieren. Leider machte sich das geringe Training bemerkbar und wir mussten alle drei in den Einern in die Time Trials 2 am Nachmittag. Direkt im Anschluss ging es für mich mit Laurenz im Mixed Zweier in ein starkes 22 Bootefeld. Auch hier verpassten wir knapp den direkten Einzug ins Achtelfinale und landeten auf Platz 12, was dennoch bemerkenswert war, da wir vor dem Time Trial 1 noch nie gemeinsam im Boot gesessen hatten.

 

Nach einer kurzen Mittagspause folgten die Time Trials 2. Eigentlich waren wir zuversichtlich uns über Platz 1 bis 8 zu qualifizieren, doch auch hier hatten wir Pech und verpassten mit Platz 9 und 10 in allen Bootsklassen knapp den Einzug ins Achtelfinale. Der einzige Hoffnungsschimmer war der Zweier der Jungs. Laurenz und Maximillian gewann nach einem starken Time Trial am Morgen ihr Achtelfinale gegen Dänemark und qualifizierte sich für das Viertelfinale. Dort setzten sie sich gegen Großbritannien durch und zogen ins Halbfinale ein. Die späteren Goldmedaillengewinner aus Spanien waren jedoch zu gut und so holte das Deutsche Boot im B-Finale gegen Tschechien die Bronzemedaille. 

 

Für mich war der Coupe de la Jeunesse eine tolle Erfahrung. Zwar hatte ich von den Platzierungen etwas mehr erwartet, aber das verstärkt die Motivation für die nächste Saison. Ich weiß jetzt genau, woran ich arbeiten muss und bin überzeugt, dass mit etwas mehr Vorbereitung und den vielen Erfahrungen aus dieser Saison, ich nächstes Jahr noch besser sein werde. Mein Ziel bleibt klar die Qualifikation für die U19-Nationalmannschaft und die Teilnahme an der WM 2026! 

 

An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei allen bedanken, die mich unterstützt und meine Teilnahme am Coupe erst möglich gemacht haben. Danke für die Unterstützung der PRG und an die zahlreichen Spender. Ein besonderer Dank geht an meinen Trainer Olli, der mich mit großem Engagement und unzähligen investierten Stunden auf diesen Wettkampf vorbereitet hat. Du hast alles gegeben, um mich bestmöglich vorzubereiten und dafür bin ich dir sehr dankbar. Ohne deinen Einsatz wäre ich nicht da, wo ich heute stehe.

 

Nochmals Danke und euch allen viel Erfolg für die nächste Saison!

 

Ella